Montréal ist die zweitgrößte Stadt Kanadas nach Toronto und auch die zweitgrößte französische Stadt der Welt. Viele der Sehenswürdigkeiten wie die wunderschönen Gärten und Parks, der alte Hafen und die historischen Gebäude im Stadtzentrum zeugen deutlich vom Einfluss des westeuropäischen Landes. Hier verschmelzen das Bild einer amerikanischen Metropole und einer alten europäischen Großstadt.
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Das Place Ville-Marie war das erste Hochhaus Montréals und ist mit seiner modernen, kreuzförmigen Architektur und seinen 190 Meter Höhe längst zu einem Wahrzeichen Montréals geworden. Im Penthouse befindet sich ein Restaurant und Nachtclub und auf dem Dach eine Aussichtsplattform. Das pyramidenförmige Penthouse dreht sich nachts und leuchtet mit vier Scheinwerfern bis zu 50 Meter in die Nacht hinein.
Der Hausberg Montréals, der Mount Royal oder Mont Royal, war im 18. Jahrhundert der Namensgeber für die Stadt. Mit 233 Metern Höhe ragt er deutlich aus dem Stadtbild hervor; in den 1970ern wurde zusätzlich ein Verbot für Bauten über 233 Metern eingeführt. Rund um den Berg befindet sich seit 1876 der Mount Royal-Park, oder befinden sich ein Skulpturgarten, eine Skiabfahrt, und ein Monument in Gedenken an George-Étienne Cartier, der dem Berg 1535 seinen Namen gab.
Das St. Joseph's Oratory ist der drittgrößte Dom der Welt und mit 263 Metern der höchste Punkt auf dem Mount Royal und von ganz Montréal. Die erste Kapelle an dieser Stelle wurde 1907 von André Besette gegründet und bis in die 1970er zu ihrer heutigen Größe erweitert. Jedes Jahr kommen viele Pilger hierhin, um von ihren Krankheiten erlöst zu werden. An einer Wand sieht man Kratzer, die die Geheilten dort hinterlassen haben. Die Wunder wurden von Papst Johannes Paul II. authentifiziert und André Besette für selig erklärt. Hierhin kommt man, um die vielen Details der riesigen Kirche zu bewundern, zu beten oder die Aussicht zu genießen.
Direkt unter dem Place Ville-Marie befindet sich ein Teil der unterirdischen Stadt Montréals. Auf über 30 Kilometern gibt es, vor Wind und Wetter geschützt, zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Die U-Bahn-Stationen und zahlreiche Büro- und Kaufhäuser sind ebenfalls an die Stadt unter der Erde angebunden, dessen Einrichtungen jeden Tag von über 500.000 Menschen genutzt werden.
Der Montreal Botanical Garden erstreckt sich auf 800.000 qm² im Olympic Park. Der botanische Garten ist in verschiedene kleinere Bereiche unterteilt wie den chinesischen, den alpinen, den japanischen Garten und den Garten der First Nations, in dem vornehmlich kanadische Pflanzen präsentiert werden. Diesen Ort muss man besucht haben, wenn man die Schönheit der Natur genießen oder in Ruhe einen entspannten Spaziergang unternehmen möchte.
Im Parc Olympique liegt das Stadion der Olympiade 1976 mit seinem 175 Meter hohen, im 45° -Winkel geneigten Turm. Auf dem Turm befinden sich in 166 Meter Höhe eine Aussichtsplattform und ein 240-Personen-Restaurant.
Ebenfalls im Parc Olympique auf der Île-Saint-Hélène liegt das Bidodrôme. Ursprünglich als Velodrom für die Olympischen Spiele konzipiert, seit 1992 kann man hier vier Ökosysteme bewundern: die Polarregionen, den tropischen Regenwald, die nordamerikanische Wildnis und den Golf von Saint Lawrence. Flora und Fauna dieser Gegenden werden in einzelnen Bereichen des ehemaligen Velodroms gezeigt. Ein Besuch des Biodrômes ist eine äußerst spannende und interessante Möglichkeit, ein paar Stunden seiner Freizeit zu opfern.
Eine weitere imposante Kirche in Montréal ist die Basilika Notre-Dame. Sie ist im gotischen Stil erbaut und besticht durch die prächtigen blauen Farben und goldenen Sterne an der Decke des Innenraums. Die Glasmalereien stellen ungewöhnlicherweise nicht Szenen aus der Bibel, sondern Ereignisse der religiösen Vergangenheit von Vancouver dar. Die erste Kirche unter diesem Namen wurde bereits 1672 gebaut, aber eine neue Konstruktion erfolgte im 19. Jahrhundert mit der Fertigstellung 1879. Danach wurde noch eine kleinere, intimere Kapelle hinter der pompösen Basilika errichtet.
Die Biosphère liegt im Parc Jean-Drapeau auf der Île Sainte-Hélène. In der Kuppel aus Glas und Stahl findet man wechselnde, interaktive Ausstellungen zu den Themen Umweltschutz, Klimawandel und speziell dem Ökosystem der Great Lakes in Kanada und den USA. Das Gebäude wurde zur Expo 67 errichtet und misst 76 Meter im Durchmesser und 62 Meter in der Höhe.
Der Parc Jean-Drâpeau ist mit 1.500 km² qm² der größte Park Montréals. Er besteht aus den Inseln Île Sainte-Hélène und Île Notre-Dâme auf dem Fluss St.Lawrence. Der Park lädt zum Entspannen und Picknicken vor der Montréaler Skyline ein, aber hier finden auch einige Großveranstaltungen wie die Vans Warped Tour oder das Osheaga Festival statt. Weltstars wie Metallica und Nickelback haben hier auch schon Konzerte gespielt. Der Vergnügungspark La Ronde befindet sich auf der Île Sainte-Hélène.
La Ronde ist der zweitgrößte Vergnügungspark in Kanada und wurde 2006 von 2,5 Millionen Gästen besucht. Man kann 41 Attraktionen nutzen, darunter 9 Achterbahnen. La Ronde befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Expo 67.
Um auf die Inseln des Parc Jean-Drâpeau zu gelangen, nimmt man am Besten eine Fähre vom alten Hafen Montréals aus. Man kann auch einfach entlang der wunderschönen Promenade und den liebevoll gestalteten Parkanlagen spazieren gehen oder im Winter mit den Einheimischen Schlittschuh laufen.